Die Werte der Game Changers

In unserer sich ständig verändernden, vernetzten Welt werden die Spielregeln der Industrieökonomie zunehmend obsolet. Zukunftweisende Unternehmen treiben den Wandel voran, indem sie diese Regeln in Frage stellen und das Spiel neu erfinden. Mit neuen Geschäftsmodellen und Herangehensweisen erschließen diese sogenannten Game Changer neue Märkte und übernehmen die Innovationsführerschaft.

Die Branding-Agentur Wollf Olins hat die charakteristischen Merkmale der Game Changers in ihrem aktuellen Report genau unter die Lupe genommen. Wichtigste Erkenntnis: Game Changers unterscheiden sich von traditionellen Unternehmen im Kern. Und das führt zwangsläufig zu anderen Verhaltensweisen. Demnach sind Game Changers:

-      sinnstiftend – für die Gemeinschaft

-      nützlich – für den Konsumenten

-      experimentell – mit Produkten und Geschäftsmodellen

-      offen – für externe und interne Kollaborationen

-      wertschaffend – beim Verändern des Wettbewerbsumfelds

Diese Verhaltensweisen setzten neue Organisationsprinzipien voraus. So agieren Game Changers als Plattformen, auf denen Konversationen, Handlungen und Erfindungen zusammenlaufen. Offenheit und Vertrauen – Charakteristika der Enterprise 2.0. Unternehmen – sind in das Geschäftsmodell der Game Changer  strategisch eingewoben. Game Changers öffnen sich für den Dialog mit Kunden und Angestellten, um gemeinsam ihre Vision zu gestalten. Sie haben verstanden, dass ihre Marke Teil der Lebenswelt ihrer Nutzer werden muss, damit diese Zeit mit ihr verbringen wollen. Und dazu muss sich die Marke nicht nur auf Augenhöhe mit ihnen bewegen, sondern die Nutzer an ihr teilhaben lassen.

Daneben ist Werteorientierung ein wichtiger Umsatztreiber der Game Changer. Wollf Olins fand heraus, dass Sinnstiftung mit der Unternehmensstrategie untrennbar verbunden ist. Die Interessen des Unternehmens stehen im Gleichgewicht zu den Interessen der Gemeinschaft. Game Changers sind erfolgreich, weil sie sowohl kommerziell als auch sozial gesinnt sind.

Letzten Endes kommt es darauf an den Konsumenten in den Mittelpunkt seines Handelns zu stellen – zu dieser Erkenntnis kam A.G. Lafley, ehemaliger CEO von Procter & Gamble und Autor des Bestsellers „The Game-Changer“. Lafley hat in seinem Unternehmen das Mantra „Consumer is boss“ eingeführt.  Das übergeordnete Ziel lautet, das Leben der Konsumenten zu verbessern und dabei alle Mitarbeiter bei der Verfolgung dieses Ziels einzubinden. Seine Überzeugung deckt sich mit den Erkenntnissen von Wolff Olins: Innovation entsteht nur, wenn alle beteiligt sind, und wenn das eigene Ego oder bloßes Profitstreben zugunsten einer größeren Vision ausgeschaltet werden.“