The Future of Marketing – „A permanent crisis“

„Die Zeit der großen Strategien ist vorbei – vielmehr geht es für das Marketing darum, ein ganzes Portfolio an Maßnahmen an der Hand zu haben, die man flexibel und spontan einsetzen kann.“ – so Tim Leberecht, frog design, in seinem Artikel letzte Woche zu den zukünftigen Herausforderungen des Marketing.

Sowohl Artikel als auch die anhängende Präsentation sind lesenswert. Leberecht stellt darin vor allem vier etablierte Marketing-Weisheiten in Frage:

  • Die eine, große Strategie erweist sich als zu unflexibel für die Kontingenz der Gegenwart. Es gilt, auf jedes Ereignis schnell reagieren zu können. Stichworte: Super-Flexibility; Bereitschaft, jederzeit gehackt zu werden; Jugaad (extreme Low-Cost-Innovationen)
  • Kontrolle ist angesichts eines „state of permanent crisis“ Illusion. Vielmehr geht es darum, die Ressourcen der ständigen Unruhe und Dynamik, die die neue Offenheit mit sich bringt, für sich zu nutzen.  Stichworte: Co-Creation, Plattformen schaffen, „Democratic Exclusivity“ der TedX-Events
  • Consistency“ (Einheitlichkeit, Widerspruchsfreiheit): Das einzige Beständige ist, dass nichts mehr Bestand hat. Darauf gilt es sich einzustellen und zu reagieren.
  • Daten: Menschen atmen, fühlen, leben, passen sich an. Daten beschreiben sie immer nur unzureichend. Daten können Empathie und Beziehung nicht ersetzen. „Big Data“ muss durch „Big Intuition“ ersetzt werden.

Leberechts Fazit: Future Marketing ist „Marketing with Meaning“ (dazu auch dieses schöne Interview mit Leberecht dazu).  Den ganzen Vortrag komprimiert in einer schönen „Alt-und-Neu“-Tabelle gibt es auf Chart 46.